AK Asyl seit 5 Jahren erfolgreich

Der ökumenische Arbeitskreis Asyl engagiert sich seit nunmehr fünf Jahren für Flüchtlinge in Olfen.

Dies nahmen die Mitglieder des Arbeitskreises am 19.1.2019 zum Anlass, ihre bisherige Arbeit in einem eintägigen Workshop zu reflektieren. Der Tod von 800 Menschen in einem Flüchtlingsboot bei Lampedusa bewegte die Pfarrer Bernd de Baey und Thorsten Melchert im Herbst 2013, zu Gastfreundschaft gegenüber den damals etwa 40 Asylsuchenden in Olfen aufzurufen. Sie initiierten ein Treffen von Olfener Bürgern. Der ökumenische Arbeitskreis Asyl wurde daraufhin als offener Arbeitskreis gegründet.

„Heute ist nicht der Tag, um ein Jubiläum zu feiern. Wir wollen unsere Arbeit würdigen, indem wir sie an diesem Samstag kritisch reflektieren.“ führte Rita Watermann, Mitglied des Sprecherteams, in den Workshop im Gemeindezentrum der Christuskirche ein.

Für den Tag hatte sich der Arbeitskreis professionelle Hilfe geholt. Simone Althoff und Erhard Fischer vom Bistum Münster unterstützten die Ehrenamtlichen bei der Analyse der bisherigen Arbeit und Planung notwendiger Veränderungen. Denn die Situation hat sich in den letzten fünf Jahren gewandelt. Heute wohnen knapp 200 Flüchtlinge in Olfen, die meisten haben mittlerweile eine Aufenthaltsgenehmigung und sprechen gut deutsch. Kamen am Anfang meist junge Männer, sind inzwischen viele Familien ansässig. Die Flüchtlingsarbeit hat sich dadurch verändert. Der Unterstützungsbedarf verlagerte sich von existentiellen Bedürfnissen wie Essen, Kleidung und medizinischer Versorgung sowie Hilfe beim Asylverfahren auf Unterstützung bei der Suche von Wohnungen, Ausbildungs- und Arbeitsstellen und gesellschaftlicher Teilhabe. Im Workshop wurden die aktuellen Angebote auf den Prüfstand gestellt, Erreichtes gewürdigt und Ansätze zur Weiterentwicklung erarbeitet.

Am Ende des intensiven Workshops waren sich alle Teilnehmer einig: „Der Tag hat sich gelohnt!“ Auch der Teamzusammenhalt wurde gestärkt. Heiner Dieckmann vom Sprecherteam fasste dies treffend zusammen: „Vor fünf Jahren habe ich kaum einen der Mitglieder gekannt, heute sind wir ein gutes Team.“ Die Motivation ist bei allen hoch, sich auch weiterhin zu engagieren. Obwohl der Anstoß für die Mitarbeit beim Asylkreis durchaus unterschiedlich war, hat die Diskussion gezeigt, dass die Gruppe gleiche Werte teilt. Alle Mitglieder verbindet die Neugierde auf andere Kulturen und das Bedürfnis, Menschen, die fremd in Olfen sind, die Integration zu erleichtern.

Der AK Asyl ist ein offener Arbeitskreis, in dem neue Mitglieder jederzeit herzlich willkommen sind. Denn Arbeit ist nach wie vor genug da. Die Gruppe wünscht sich, dass weitere Olfener dazu stoßen und neue Ideen mitbringen.

Was bei aller Arbeit aber auf keinen Fall zu kurz kommen soll, ist der Spaß. Die nächsten Events sind bereits geplant.