Kircheneintritt

Evangelische Kirche von Westfalen vereinfacht (Wieder)eintritte

Die evangelische Kirche hat den Wiedereintritt und Eintritt in die evangelische Kirche vereinfacht. In Zukunft reicht ein Gespräch mit dem Pfarrer aus. Einer entsprechenden Empfehlung sind bisher fünf der 22 Landeskirchen in der Evangelischen Kirche in Deutschland. gefolgt: Bayern, Braunschweig, Hannover, Rheinland und Westfalen. Bislang war das Verfahren bürokratischer und langwieriger. So musste das Presbyterium als Leitung der Kirchengemeinde über den Eintritts- bzw. Wiedereintrittswunsch entscheiden.

Wir greifen die Gelegenheit auf, auf Grund dieses neuen Beschlusses der Landessynode noch einige immer wieder gestellte Fragen hier zu beantworten:

Wird man beim Wiedereintritt noch einmal getauft?

Die Taufe ist einmalig. Sie wird von allen Kirchen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) gegenseitig anerkannt. Darum werden Wiedereintrittswillige nicht noch einmal getauft, wenn sie früher einer anderen anerkannten christlichen Gemeinschaft angehört haben.

Und wenn man vorher keiner christlichen Gemeinschaft angehört hat?

Dann wird man durch die Taufe in die evangelische Kirche aufgenommen. Dem Gottesdienst gehen in der Regel ein Taufunterricht oder ein paar Taufgespräche voraus. Der Täufling kann so den christlichen Glauben näher kennen lernen.

Wird man geprüft, wenn man wieder in die Kirche eintritt?

Nein, vorgesehen sind in der Regel nur ein Gespräch mit einem Pfarrer und die Teilnahme an einem Gottesdienst mit Teilnahme am Abendmahl. Natürlich sollte man sich vorher schon fragen, wie ernst man es mit der Kirche meint.

Wird man der Gemeinde vorgestellt?

Nicht ausdrücklich. Wenn gewünscht, kann aber der Eintritt in einem Gottesdienst bekannt gemacht werden.

Welche Unterlagen werden benötigt?

Sofern man dem Pfarrer nicht persönlich bekannt ist, sollte man den Personalausweis dabei haben. Außerdem werden bei einem Wiedereintritt die Daten über den Kirchenaustritt (Austrittsbescheinigung) und möglichst auch die Taufurkunde benötigt.

Was kostet mich der Eintritt?

Der Eintritt in die evangelische Kirche ist, im Unterschied zum Austritt bei den staatlichen Stellen, kostenlos.

Was kostet mich die Mitgliedschaft in der evangelischen Kirche?

Es gibt viele Kirchenmitglieder, die gar keine Kirchensteuer zahlen (z. B. Jugendliche, Studierende, Arbeitslose, Rentner). In der Regel müssen neun Prozent der Lohn- oder Einkommenssteuer bezahlt werden. Dies gilt ab einem Bruttoeinkommen von 899,99 € für Ledige, 1.703,99 € für Verheiratete und 2.258,99 € für Verheiratete mit einem Kind. Wer 2.500 € brutto im Monat verdient und verheiratet ist, zahlt nur 12,69 € Kirchensteuer monatlich. Die Kirchensteuer kann als Sonderausgabe von der Einkommenssteuer abgesetzt werden. So verringert sich Ihre Steuerschuld.
Die Kirche ist dankbar, dass ihre Mitglieder die kirchliche Arbeit mit Spenden und Kollekten und vor allem mit der Kirchensteuer unterstützen.

Musss man bei einem Wiedereintritt die nicht gezahlte Kirchensteuer nachzahlen?

Nein, natürlich nicht! Diese Frage gehört zu den absonderlichsten Gerüchten, die ich im Laufe meiner 18-jährigen Tätigkeit in Olfen gehört habe: Wer aus der Kirche ausgetreten ist, ist für diese Zeit natürlich auch nicht kirchenstuerpflichtig. Eine Nachzahlung ist daher nicht erforderlich.

Weitere Fragen?

Sollten Sie noch weitere Fragen haben, können Sie mich gerne im Pfarrbüro anrufen.

Thorsten Melchert, Pfarrer

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